Nagelfleckweibchen

Der Kleine Fuchs - ein häufiger Gast auf Sommerflieder.
Foto: Henning Cordsen 2009.

Nagelfleckweibchen

Stelldichein ....
Foto: Henning Cordsen 2009.

Nagelfleckweibchen

Die Flügelunterseiten der Falter sind eher unscheinbar.
Foto: Elke Freese 2010.

Nagelfleckweibchen

Recht auffällig sind die gelb gestreiften Raupen.
Foto: Elke Freese 2009.

Nagelfleckweibchen

Die Raupen leben ausschließlich an der Großen Brennnessel.
Foto: Elke Freese 2009.

 

Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz
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1. Allgemeines

Zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) gehört auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae). Er ähnelt dem im Oldenburger Raum deutlich selteneren Großen Fuchs (Nymphalis polychloros). Die orangene Grundfärbung des Kleinen Fuchses ist kräftiger als bei bei seinem deutlich größeren Verwandten. Der Falter überwintert bei uns auf Dachböden, in Geräteschuppen oder in Holzstapeln. So kann es an milden, sonnigen Frühjahrstagen schon früh im Jahr zu ersten Begegnungen mit ihm kommen, wenn er erste Frühblüher aufsucht.top

2. Kennzeichen

Der Falter zeigt auf der Oberseite seiner Vorderflügel drei schwarze Flecken und die Hinterflügel an der körpernahen Oberseite sind verdunkelt. Neben diesen Merkmalen fällt die blaue Fleckenreihe am Flügelaussenrand auf. Die Unterseite der Flügel ist eher unscheinbar. Die Hinterflügel sind dunkler als die Vorderflügel. Helle und dunkle Bereiche bilden dort geschlossene Flächen.

Die Raupen sind schlank. Sie leben nach dem Schlüpfen zunächst in Gemeinschaft an ihrer Futterpflanze. Auffällig an der ansonsten schwarzen Raupe sind kleine helle Punkte und im weiteren Wachstum die gelben Seitenlinien. Am Rücken und an den Seiten fallen dunkle und gelbliche Dornen auf. top

3. Größe

Die Raupen werden bis zu 30 Millimeter lang. Die Flügelspannweite der Falter liegt zwischen 40 und 50 Millimetern.
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4. Lebensraum

Dieser Tagfalter zählt zu den häufigsten und kommt in offenen Lebensräumen überall vor.
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5. Entwicklung

Das Weibchen legt seine grünlichen Eier im April in Klumpen an der frischen Futterpflanze ab. Ab Mai entwickeln sich an den trocken und sonnig stehenden Großen Brennnesseln die Raupen. Dort bilden sie bald ihre typischen Gespinste. Ihre auffällige Färbung und die Dornen schützen die Raupen vor Feinden. Im erwachseneren Stadium verlassen die Raupen die Gemeinschaften und leben fortan einzeln. Die gelbgolden glänzenden und dornigen Stürzpuppen werden gern von Singvögeln gefressen. Der fertige Falter verlässt Anfang Juni die Puppenhaut. Es kann hin und wieder zu einer dritten Generation kommen. Im Herbst sucht er sich ein Winterquartier an geschützten Stellen.
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6. Futterpflanzen

Die Raupe frisst bei uns ausschließlich an der Großen Brennessel.
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7. Verbreitung

Der Kleine Fuchs kommt im fast gesamten europäisch-asiatischen Raum bis in Höhenlagen von mehr als 3.000 Metern vor. Er meidet trocken-heiße Zonen und den tropischen Teil Asiens.
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8. Gefährdung und Schutz

In Deutschland besteht für den Kleinen Fuchs derzeit keine besondere Gefährdung.
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Zusammengestellt von Henning Cordsen, Juni 2010, Quellen:
Heiko Bellmann (2003): Der neue Kosmos Schmetterlingsführer. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart. ISBN 978-3-440-09330-6.
www.lepiforum.de
www.schmetterling-raupe.de