Zitronenfalter

Zitronenfalter gehören zu den ersten
Faltern im Jahr.
Foto: Henning Cordsen 2010.

Zitronenfalter

HZitronenfalter

Die Falter mögen violette Blüten.
Fotos: Henning Cordsen 2009/2010.

Zitronenfalter

Die Raupen sind gut getarnt .
Foto: Henning Cordsen 2011.

Zitronenfalter

Die Puppe des Zitronenfalters.
Foto: Henning Cordsen 2009.

Zitronenfalter

Und so sehen die Eier aus.
Foto: Carsten Heinecke 2011.

Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz
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1. Allgemeines

Der unverwechselbare Zitronenfalter ist Mitglied in der Familie der hellen Weißlinge (Pieridae). Seinen deutschen Namen hat er von der leuchtend zitronengelben Farbe des männlichen Falters. Seine Größe als tagaktiver Falter und die gelbe bzw. grünweiße Grundfarbe lassen ihn als sehr auffällig erscheinen. In Ruhestellung sind die Flügeloberseiten selten sichtbar.
Er gilt als Überlebenskünstler, da er ungeschützt am Boden zwischen trockenem Laub die kalte Jahreszeit überdauert und im Februar mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen wieder hervorkommt, fliegt und damit praktisch ganzjährig im Freiland angetroffen werden kann. Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen nutzt er seitlich liegend zur Körpererwärmung. Eine weitere Ruhephase legt der Zitronenfalter im Spätsommer ein. Mit einer gesamten Flugzeit von annähernd ein Jahr zählt er zu den langlebigsten heimischen Faltern.
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2. Kennzeichen

Vorder- und Hinterflügel besitzen je einen kleinen rotbraunen Fleck und sind an der Spitze jeweils in einem kurzen Zipfel ausgezogen. Im Gegensatz zum Männchen ist das Weibchen hellgrün gefärbt.
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3. Größe

Raupe wird bis zu 30 Millimeter lang. Der vergleichsweise große Falter erreicht Flügelspannweiten zwischen 50 und 55 Millimetern.
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4. Lebensraum

Der Zitronenfalter lebt in Wäldern, an Waldrändern, in Gebüschstrukturen und eher nur durchziehend auch Siedlungsgärten. Er überwintert am Boden zwischen trockenem Laub oder im Efeudickicht.
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5. Entwicklung

Die Ablage der einzelnen Eier findet nach der bis zu dreistündigen Paarung (März/April) bevorzugt an frischen Blattknospen des Faulbaums (Frangula alnus) statt. Die kurz behaarte, grünliche Raupe mit Längsstreifen ist hervorragend getarnt. Sie verpuppt sich als Gürtelpuppe. Im Hochsommer (Juli/August) schlüpft der junge Falter. Er bildet eine Generation im Jahr.top

6. Futterpflanzen

Faulbaum, Echter Kreuzdorn. Junge Falter bevorzugen violett und rot blühende Pflanzen.
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7. Verbreitung

Der Falter fliegt praktisch überall in Europa. Er ist noch häufig anzutreffen, wird jedoch in jüngster Zeit hier und da seltener. Er ist auch in Nordafrika und Asien verbreitet.
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8. Gefährdung und Schutz

Von einer Gefährdung kann man noch nicht sprechen.
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Zusammengestellt von Henning Cordsen im Mai 2011.
Quellen:
Heiko Bellmann: Der neue Kosmos Schmetterlingsführer, 2003 in Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart; ISBN 978-3-440-09330-6
www.schmetterling-raupe.de
http://schmetterlings-katalog.de
http://www.insektenbox.de/index.html
http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/insektenundspinnen/schmetterlinge/tagfalter/04431.html